Allgemein, Balance, Jura

Social-Media-Detox Update

social media Pause seit Mitte September 2020

Kurz vor meiner Examenswoche (erstes juristisches Staatsexamen, Verbesserungsversuch) habe ich spontan beschlossen meinen „studygram“-Account (@diemeinungsstreiterin – Instagram) zu deaktivieren. Eine Pause schwebte mir sowieso vor, doch plötzlich hatte ich diesen starken Impuls „JETZT!“. Im Endeffekt ohne Vorwarnung. Doch ich denke es ist super wichtig auf seinen Körper zu hören.

Was ist also seit her passiert? 🙂

Ich schrieb – auch zum Dank der Internetpause – entspannt das erste Staatsexamen nochmal. Es tat sehr gut sich nur darauf zu konzentrieren. Kein „Drücken“ auf den Instagram-Button lenkte mich ab. Ich war präsent im Hier und Jetzt. Kann ich wirklich jedem in Prüfungsphasen empfehlen! So komisch es auch klingen mag, aber ich habe mich einfach auf meine Umgebung konzentriert – war achtsam und dadurch entspannter sowie konzentrierter. Besonders haben mir die Sonnenblumen an der Bushaltestelle Freude bereitet! Aber zum Examensrückblick zu späterer Zeit mehr…

Nach der Examenswoche habe ich einen Tag lang bewusst nichts gemacht. Aber auch GAR NICHTS! D.h. kein „ich muss jetzt aufräumen“ etc. Ich habe einfach in den Tag hineingelebt.

Ohne Instagram habe ich sehr, sehr viel Freizeit. Ich musste keine Fotos machen, diese nicht bearbeiten, keinen Beitrag verfassen, keine Bilder ansehen und liken (und dadurch plötzlich von Instagram verschluckt werden ohne es zu merken), mich nicht stressen lassen. Ich habe ehrlich gesagt noch immer nicht genug von dieser Pause.

Ab und zu hatte ich diesen Drang und Druck hinsichtlich Instagram: ich MUSS den Account wieder aktivieren. Komisch, oder? Der Gedanke daran wieder online zu gehen stresst mich. Es ist also doch ein starkes Indiz dafür, dass mir die App in letzter Zeit einfach nicht gut tat. Anders als hier auf dem Blog ist man schließlich immer präsent und das eigentlich 24/7.

Ich hoffe natürlich dennoch, dass ich irgendwann zurückkehren will und dann aber eine Form für mich finde, wie Instagram für mich wieder Kreativität, Inspiration und Freude bedeutet. Denn das war für mich zu Beginn der große Impuls. Mittlerweile machte ich meine Fotos mechanisch ohne Kreativität, die Beiträge an die Leser angepasst (anstatt an meine Leidenschaft) und fast nur noch den Wachstum im Blick, als sei er ein MUSS.

Momentan beschäftige ich mich viel mit Achtsamkeit. Mitte November beginne ich wieder mit dem Lernen, sodass ich jetzt genug Energie und Wissen ansammle, um dieses motiviert, achtsam und konzentriert durchführen zu können. Ich habe mir fest vorgenommen in meinem Leben etwas zu ändern, um im Alltag präsenter, dankbarer und glücklicher zu werden. Gerade zum Ende hin meiner Examensvorbereitung war ich ständig am Jammern, niedergeschlagen, lustlos und empfand nichts als Hass auf mein Studium – natürlich nach so einem harten Lernstress normal. Dennoch möchte ich wieder Freude am Studium finden und dauerhaft besser mit Stress umgehen, um mich selbst nicht zu zerstören.

Ich habe die letzten zwei Wochen sechs Bücher gelesen und freue mich stark darüber! Ich war gar nicht mehr am Lesen und ehrlich gesagt auch ziemlich süchtig nach diesen ganzen „Reizen“ wie Fernsehen und Internet. Ich lerne wieder mit einfachen Dingen Freude zu empfinden. Das wird mir auch später fürs konzentrierte Lernen sehr viel bringen!

Ich experimentiere mit Morgenroutinen, um strukturierter in den Tag zu kommen. Momentan ist nur alles chaotisch und das soll sich ändern.

Einmal wusste ich wirklich nicht was ich tun soll. Also bin ich raus. War zuerst seltsam, allein, ohne Handy. Hmm… und jetzt? Dann habe ich endlich das gemacht was ich mir schon soooo lange vorgenommen habe: einfach mal fotografieren! Ich habe meine Handkamera auf Schwarz/Weiß gesetzt und alles fotografiert, was mich faszinierte. Es sind so tolle Fotos dabei rausgekommen, die ich ausgedruckt und ins Fotoalbum geklebt habe. Ich bin echt dankbar dafür, dass ich mich in dieser Lernpause dazu zwinge, mich nicht einfach mit Internet oder Fernsehen abzulenken, sondern mit mir selbst zu beschäftigen. Einmal habe ich sogar wieder mit Acryl gemalt. Das habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht.

Zwar habe ich noch nicht die Wohnung gründlich geputzt, wie ich es immer wollte. Doch ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Lern- und SocialMediaPause.

Ich lerne so viel! Mindestens einen Monat im Jahr Instagram komplett nicht zu berühren kann ich jedem empfehlen! Glaubt mir. Ich denke ich werde jetzt regelmäßig eine Woche socialmedia-Pausen einplanen.

Eure Meinungsstreiterin

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