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Minimalistisch & ordentlich studieren

Beitrag geeignet für: Jurastudenten, Teile für alle Studienrichtungen

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das kann insbesondere im Studium sehr schnell passieren. Fünf Notizbücher dort, schnell mal alle neuen Skripte bestellt und wo ist mein Kugelschreiben nochmal?

Gerade zu Beginn des Studiums achtet man nicht besonders darauf wie man studieren soll. Vielmehr beherrscht einen eine gewisse Panik: ich brauche alle Bücher, die der Prof mit empfiehlt, ich brauch alle Skripte, die mir die studygrammer vorstellen und natürlich muss mein Regal so aussehen wie ein Schreibwarengeschäft, schließlich sieht das auf den Instagrambildern doch so toll aus!

Ich möchte dir hier einige Tipps mitgeben, die dein Studienleben erleichtern sollen. Dabei solltest du wissen, dass ich keine Minimalisten i.S.v. „fast leerer Wohnung & nie was kaufen“ bin. Aber ich versuche bewusster über Kaufentscheidungen nachzudenken, kenne die belastenden Fehler, die ich am Anfang meines Studiums gemacht habe und möchte dir hier Vorschläge unterbreiten, wie du glücklicher studieren kannst.

Viele Tipps sind speziell für Jurastudenten. Du kannst sie als Nichtjurist einfach überspringen.


Der Schreibtisch

Ich habe bereits einen Blogbeitrag zum Thema Minimalismus und Schreibtisch verfasst. Dennoch möchte ich hier noch einiges aufgreifen.

Mein Tipp: Dein Schreibtisch muss nicht leer sein! Wenn dir dieser klassische Minimalismusstil gefällt, darfst du natürlich einen vollkommenen leeren Schreibtisch haben. Überlege dir aber gut, was du auf deinem Schreibtisch wirklich haben willst.

Was du definitiv nicht haben solltest, ist ein vollgestopfter Tisch. Warum? Das sind die wichtigsten Nachteile, die daraus resultieren:

  • du findest nichts und verlierst Zeit & Geduld beim Suchen
  • du setzt dich erst gar nicht an den Schreibtisch, weil er „bah, schon wieder so viel Papierkram durchpauken“ schreit
  • wichtige Dokumente könnten verloren gehen
  • es sammelt sich viel Staub an, den du nicht schnell wegwischen kannst

Räume also deinen Schreibtisch komplett ab (und wisch einmal drüber) und gehe wie folgt vor:

  • was muss dringend auf dem Schreibtisch stehen? z.B. den Kugelschreiben, den du immer verwendest, dein Laptop
  • Kontrollfrage: muss das dort stehen? z.B. weil es dir die Arbeit erleichtert
  • alles andere verstaust du im Regal. Achte darauf, dass du alles Wesentliche griffbreit hast z.B. sollte dein Gesetzestext vorne stehen und nicht hinter zahlreichen Büchern versteckt
  • vergisst du die Existenz von der Sache, wenn es im Regal steht? z.B. deinen täglichen Kalender bzw. die To-Do-Liste zu führen. Wenn es sich um gute Routinen handelt, wie den Kalender täglich zu führen, dann solltest du dir einen bestimmten Platz auf dem Schreibtisch dafür suchen. Ich nutze dafür ein kleines Frühstücksbrettchen. Darin liegt mein Kalender, ein Kugelschreiber und mein Stempelset. So hat alles seinen geordneten Platz auf dem Schreibtisch.
  • Auf Deko musst du nicht verzichten, wenn der clean minimalistische Stil nichts für dich ist. Allerdings solltest du dennoch was dabei beachten, nämlich das wieso. Also, warum stellst du die Deko auf den Tisch? Motiviert sie dich? Ich habe meine Justitia auf dem Schreibtisch, weil sie mich zum Lernen motiviert. Manchmal habe ich auch einladende frische Blumen auf dem Tisch. Mehr Deko habe ich allerdings nicht, da es mir keinen Nutzen bringen würde. Außerdem sehen wir die motivierenden Dekoartikel sowieso nicht mehr, wenn es zu viele sind! Weniger ist also mehr.
  • GANZ WICHTIG: räume deinen Schreibtisch IMMER nach dem Lernen auf! Selbst wenn du morgen „weiterlernen“ möchtest. Leg dir lieber ein Lesezeichen ins Lehrbuch und notier dir, wo du morgen weitermachen willst. Denn aus Erfahrung kann ich sagen: irgendwann wirst du nur bei dem Blick auf deinen chaotischen Schreibtisch das Lernen meiden.

Wie überall gilt hier: finde heraus, was für dich passt!


Die Skripte der Vorlesungen

„Druck ja nichts aus!“ ist ein Rat, den ich nicht so ohne weiteres aussprechen möchte. Denn es gibt genügend Personen, die digital nicht lernen können und aus visuellen Gründen Skripte ausdrucken müssen. Irgendwie gehöre ich auch dazu. Dennoch würde ich dir davon abraten alle Skripte der Vorlesungen auszudrucken. Versuch es wenigstens online. Mach dir dabei keinen Druck, dass du sofort die perfekte Lern- oder „Mitschreibmethode“ hast. Viele nutzen dafür ein Tablet. Nein, ich sage nicht, dass du dir unbedingt eins kaufen musst. Vielleicht funktioniert für dich auch einfach die PDF-Bearbeitungsfunktion am Laptop. Wenn du in Vorlesungen unbedingt mitschreiben möchtest, dann nutze die Cornell Methode. Dazu wird noch ein Beitrag kommen.

Ich habe alles ausgedruckt! Doch später habe ich es nie mehr angesehen (wirklich!). Sehr oft habe ich nicht einmal mit den Vorlesungskripten gelernt, sondern nur mit Fällen, sodass ich einfach nur Papierverschwendung betrieben habe. Nach dem Examen habe ich mich endlich getraut: alles muss weg! Es war unglaublich wie viel ich angesammelt habe.

Mein Tipp: Versuch dir also gut zu überlegen, ob es für dich Sinn macht alles auszudrucken oder ob es dir reicht die Skripte auf dem Laptop zu haben.

Vielleicht bist du ja auch ganz fleißig und machst in den Semesterferien eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte der Skripte, um diese auszudrucken und ordentlich (!) aufzubewahren. Vermeide es lieber während Klausurenphasen Zusammenfassungen zu schreiben, wenn du so ehrlicherweise eher weniger lernst und nur dein Gewissen beruhigst.

Achte aber auch darauf alles auf dem Laptop stehst ordentlich zu halten. Nimm dir vielleicht immer einen Tag im Montag vor, an dem du deine Dokumente gut ordnest und aussortierst.


Karteikarten schreiben

Das gleiche wie oben gilt für Karteikarten. Überleg dir gut, ob dir Karteikarten etwas bringen oder du nur Zeit verschwendest. Am Anfang des Studiums kann es noch sinnvoll sein Karteikarten zu schreiben. Der Stoff ist verhältnismäßig gering, sodass du nicht Gefahr läufst die Karten aus Zeitgründen nicht mehr wiederholen zu können. Du könntest z.B. nur Definitionen auf Karteikarten schreiben oder Schemata. Dabei solltest du wieder beachten, dass du dir ein Aufbewahrungssystem überlegst. Auch Farben können helfen: blaue Karteikarten für Definitionen, rosane für Meinungsstreitigkeiten etc.

Mein Tipp: Wenn es für dich in Frage kommt auch online zu lernen, dann kann ich dir empfehlen Karteikarten online zu entwerfen. Recherchier einfach ein wenig und du wirst Apps oder Internetseiten finden, die zu dir passen.

Vorsicht vor gekauften Karteikarten! Überleg dir sehr gut, ob du vorgefertigte Karteikarten kaufen möchtest. Bringen sie dir was oder werden sie dich überfordern? Wie auch bei Skripten und Lehrbüchern können vorgefertigte Karteikaren Informationen beinhalten, die für deine Klausur keine Rolle spielen. Am Ende gibst du sehr viel Geld für etwas aus, das du nicht benutzt.

Ich habe in meiner Examensvorbereitung etliche Karteikarten geschrieben, um später festzustellen, dass ich meine Zeit damit verschwendet habe. Es war für mich einfach die falsche Lernmethode bzw. ich habe mich nicht auf das Wesentliche konzentriert. Definitionen waren für mich in Karteikartenform ideal, alles andere nicht. Also mach dir gut Gedanken darüber, ob sie dir was bringen.

Ich will dir auch keinen Druck machen, manchmal muss man Dinge auch einfach erstmal ausprobieren! Also ärgere dich nicht, wenn du nach 2 Semestern deine Lernstrategie doch änderst und tausend Karteikarten entsorgen musst.


Erstes Semester und her mit dem Schönfelder!

Ja, zugegeben. Es sieht schon cool aus, wenn die aus den höheren Semestern mit ihren gewaltigen roten Gesetzessammlungen im Hörsaal sitzen und du mit deinem kleinen schlanken Gesetz dich schnell entschuldigst im falschen Saal gelandet zu sein.

Mein Tipp: Finger weg von den größeren Gesetzessammlungen solange du kannst!

Wieso fragst du dich jetzt. Wenn du naturlieb bist oder enorm faul oder unsportlich, dann solltest du mir glauben. Einerseits werden die Gesetzessammlungen immer auf den neuesten Stand gebracht. Mehrmals im Jahr bekommst du sog. Ergänzungslieferungen. Das sind viele hauchdünne Blätter, meist um die 500 (ich hatte aber auch schon über 1000), die du nun mühselig in das Gesetz einsortieren musst. Ach ja, deine Kommentierungen (soweit möglich) musst du natürlich übertragen. Vor kurzem hatte ich eine schlanke Lieferung von nur 300 Blättern und hab dennoch 40 Minuten dafür gebraucht. Auf Dauer ist das richtig nervig. Nun denkst du dir vielleicht: na ja, wenn das so ist, dann kaufe ich mir den Schönfelder halt ohne Ergänzungslieferung. Ja, das ist möglich. Allerdings bringt dir der große rote Backstein nicht sehr viel, wenn du im dritten Semester sitzt. Denn euer Stoff ist begrenzt auf die Gesetze, die sich in den kleinen Gesetzestexten finden lassen. Am Anfang findest du dich noch cool, doch irgendwann schmerzt dir die Schulter vom Schleppen dieses Kolosses. Also glaub mir, zögere es soweit es geht voraus. Ich habe das gemacht, weil ich meinen Kommilitonen vertraute, und ich habe es nie bereut! (Ach ja, sauteuer ist das ganze auch noch…)


Alles kaufen, was der Prof empfiehlt

Am Anfang der Vorlesung meint es der Prof gut und stellt eine Literaturliste vor. Dort empfiehlt er viele verschiedene Bücher, die für dich zum Lernen in Frage kommen. Manchmal betont er besonders, welches seiner Meinung nach am Besten ist. Manchmal allerdings nicht. Gerade im ersten Semester bekommen die Studenten manchmal Panik und kaufen sich mehrere Bücher zu einem Rechtsgebiet.

Mein Tipp: kauf so wenig Bücher & Skripte wie es geht!

Nimm dir lieber die Zeit und setz dich in die Bibliothek. Hol dir alle Bücher von der Liste und sieh sie dir ganz in Ruhe an. Manchmal kommst du mit einem Erklärungsstil einfach nicht klar. Manchmal siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht, wenn ein Buch alle Thematiken enthält. Manchmal ist das Niveau einfach noch zu hoch. Vermeide es Bücher gleich zu kaufen! Ich weiß, ich weiß. Du kannst nicht darin markieren, das ist natürlich ein Nachteil. Allerdings hast du sehr viele Semester bis zum Examen. Du kannst wirklich viele Bücher anhäufen! Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass du gerade zum Beginn des Studiums glaubst, mit einer Art Lehrbuch zurecht zu kommen und am Ende nur mit tausenden Fragezeichen im Kopf am Schreibtisch zu sitzen. Wenn du schnell reagierst, kannst du natürlich das Buch gleich wieder verkaufen. Aber mal ehrlich? Die meisten machen das nicht. Das Problem kann insbesondere im Jurastudium auftauchen: die Lehrbücher sind nicht mehr auf dem Stand der aktuellen Rechtssprechung, wenn du dir lange Zeit lässt sie weiterzuverkaufen. Das gilt natürlich nicht für alle, aber gerade bei mir gab es große Reformen, sodass ich auf den Büchern sitzen blieb. Möglich ist es also.


Alles wie der Studygrammer

Vielen studygrammern (= Instagramaccounts zum Thema Studium) folgen ist nicht unüblich. Allerdings kann das schnell dazu führen, dass man unter Druck gesetzt wird. Mach dir also bewusst, welche Accounts dir wirklich Nutzen bringen und wie vielen du davon folgen möchtest. Geben dir welche ein schlechtes Gefühl? Vielleicht, weil die Person übermäßig erfolgreich ist und du die letzte Hausarbeit nicht bestanden hast? Oder motiviert sie dich? Mach dir genug Gedanken darüber, denn dauerhaft können studygrammer einen auch schaden. Man vergisst schnell, dass es auch Scharlatane gibt, die ihre tollen Noten immer posten, aber die schlechten hinter Verschluss lassen. Auch wenn wir uns bewusst sind, dass Instagram nicht die Realität ist, können wir uns davon unter Druck setzen lassen und uns demotivieren. Fühl dich also den anderen gegenüber nicht verpflichtet ihnen folgen zu müssen.

Mein Tipp: weniger ist mehr! Folge wenigen Study-Accounts und nur denen, die dich motivieren, inspirieren und gut tun. Bitte kein stures follow for follow!!!

(Wenn dir mein Instagram nicht gut tut, dann deabonnier ihn! Ich möchte sicher nicht, dass er eine negative Wirkung auf dich hat! Jeder hat das Recht dazu das auszusortieren, was einem nicht gut tut.)

Achte auch, dass du dich nicht zu sehr von studygrammern beeinflussen lässt. Nur weil vermeintlich alle mit Skripten von XY herausragend lernen können, heißt das nicht, dass du es auch kannst! Ich habe den Fehler gemacht damals ein sehr populäres Skript zu kaufen, dessen Aufbau mich völlig überfordert hat und mir keinerlei Nutzen gebracht hat. Bis heute habe ich die überteuerten Skripte nicht nutzen können. Also Achtung! Nur weil alle damit lernen ist das für dich keine Garantie für gute Noten.

Mein Tipp: gehe auch bei von studygrammern empfohlener Literatur wie unter „von Prof empfohlen“ (siehe oben) vor! Erstmal in die Bib gehen und in Ruhe ansehen.

Außerdem brauchst du nicht alle Stifte, die studygrammer haben. Achte gut auf dein Kaufverhalten. Wenn man so viele Eindrücke auf Instagram sieht, ist es nur verständlich, dass man plötzlich tausende Wünsche entwickelt! Achte lieber darauf weniger zu besitzen. Brauchst du tatsächlich 15 Textmarker? Aber darauf komme ich jetzt gleich noch zu sprechen….


Stifte wie im Schreibwarengeschäft

Ganz ehrlich, hast du mehr Stifte, als du brauchst? Wahrscheinlich ja. Ich habe meine ganzen Stifte auf einen Haufen gelegt und gründlich ausgemistet. Was ist kaputt? Was habe ich doppelt? Heraus kam: oh, ich hab ja mehr Kullis als ich dachte! Also nahm ich mir einen Kugelschreiber heraus, den ich immer verwenden möchte und legte ihn beiseite. Die anderen band ich zusammen und verstaute sie als Ersatz in eine Kiste. Ich überlegte mir gut, was ich auf meinem Schreibtisch brauche: ein Kugelschreiber, Schere, Lineal, Bleistift. Mehr nicht. Da ich viel zeichne, habe ich allerdings eine große Sammlung an Künstler- und Filzstifte. Du musst also nicht von allem ganz wenig besitzen, wenn eine größere Auswahl Sinn für dich macht und dich wirklich erfüllt. Ich überlegte mir allerdings gut, wo ich meine Stiftsammlung aufbewahren möchte. Wichtig ist, dass alles seinen festen Platz hat! Ich sortiere gerne nach Farben. Auch weil ich dann sehe, von was ich wirklich zu viel habe z.B. drei blaue Pastelltextmarker, wieso?! Schreib dir am Besten eine „Nicht-Einkaufen-Liste“. Ich habe z.B. eine ziemliche Notizbüchersucht. Kein Scherz… ich hatte wirklich mal um die 20 Notizbücher. Habe ich also noch ein leeres Notizbuch, dann schreibe ich auf die „No-Go“-Liste „Notizbücher“ und weiß, dass ich von diesem Kauf die Finger lassen sollte. Für Dinge, die du nicht dringen brauchst, solltest du generell eine Wunschliste machen. Ich habe eine Sportbelpohnungsliste. Nach 1 Monat regelmäßigem Sport, darf ich mir eine Sache kaufen, die nicht im hier und jetzt notwendig ist. Ob du es glaubst oder nicht. In der Wartezeit wird die Sache meistens unbedeutend. So merkst du, was du einfach nur kaufen möchtest, weil du es z.B. auf Instagram gesehen hast. Du könntest dir hinsichtlich Schreibwaren also eine „Nach der Klausur“-Belohnungsliste machen. Das führt dazu, dass du dich davon abhalten kannst spontan etwas zu kaufen.

Mein Tipp: dir einen Überblick über deine Schreibwaren verschaffen, eine „Nicht-Kaufen-Liste“ anlegen und am Schreibtisch nur das Allernötigste haben.


Juristische Zeitschriften abonnieren

Am Anfang wird dir sehr viel Werbung für juristische Zeitschriften gemacht. Gerade im ersten Semester ist dein Niveau allerdings nicht hoch genug, also Achtung! Sie bringen dir keinen Nutzen. Vor dem Examen habe ich ein Abo abgeschlossen. Allerdings habe ich die Zeitschriften kaum genutzt, da man im Examen nicht gerade Zeit hat tausende Literaturquellen durchzugehen. Also auch hier war es eher Papierverschwendung für mich. Überleg dir also sehr gut, ob du das wirklich brauchst, ob es digitale Alternativen gibt und wie lange die Mindestlaufzeit ist.

Mein Tipp: juristische Zeitschriften frühestens in höheren Semestern in Betracht ziehen und gründlich überlegen, ob sie einen Mehrwert haben.

Jetzt aber Lernen… oh, mein Handy!

Es ist nichts neues, wenn ich sage „Handy weg beim Lernen!“. Aber nimm dir das wirklich zu Herzen. Jeder greift mal in der langweiligen Vorlesung zum Handy und plötzlich sind 15 Minuten um. Apps die dir ein Zeitlimit geben können helfen. Aber der Kern der ganzen Sache ist doch, dass wir wirklich jeden Tag ins Internet gehen. Sei mal ehrlich, bist du täglich auf Instagram? Versuch das Schritt für Schritt zu reduzieren. Selbst, wenn dich Instagram zum Lernen motiviert. Wenn das der Fall ist, dann versuche nur alle zwei Tage online zu gehen.

Oft sind wir doch in der App drin und scrollen vor uns hin. Liken die Bilder zwar, lesen aber die Beiträge nicht.

Man kann sich auch nur einen Tag in der Woche die Zeit nehmen die Lieblingsaccounts zu besuchen und dann fleißig bewusst die Beiträge zu lesen und zu liken. Ja, die „Storys“ verpasst man dadurch vielleicht (aber sind die wirklich bei allen so ein Mehrwert?), aber die Beiträge kann man auch nachträglich lesen, schließlich bleiben sie online. Tausend belanglose Herzchen auf den Beiträgen der studygrammer sind weniger wert als bewusst gelesene Beiträge mit lieben Kommentaren. Also nimm dir doch lieber Zeit die Beiträge einmal in der Woche bewusst zu lesen und zu kommentieren. Du wirst merken, dass einige Accounts für dich keinen Mehrwert bieten und dir eher die Zeit geraubt haben. Sortiere diese aus. Dafür kannst du deinen liebsten studygrammern mehr Aufmerksamkeit und Liebe schenken ❤

Mein Tipp: nur jeden zweiten Tag auf Instagram gehen, am Besten immer weiter reduzieren und bewusst die Beiträge an deinem „Instagramtag“ lesen und liken.

Der Vorteil: Du wirst weniger das Verlangen haben beim Lernen aufs Handy zu sehen oder in deinen Lernpausen, die du besser nutzen kannst. Irgendwann wird es dir völlig leicht fallen. Deine Konzentration steigt. Denn Dinge wie Lernen und Lesen schütten leider wenig Dopamin aus. Instagram hingegen macht süchtig. Du musst dich wieder daran gewöhnen mit weniger solcher Reize auszukommen. Du wirst dich wundern wie viel Zeit du plötzlich hast! Erschreckend.


Ich hoffe die Tipps konnten dir weiterhelfen. Deine Meinungsstreiterin ❤

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