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9 Tipps für mehr Konzentration

Ich habe bereits in einem kleinen Beitrag einige Konzentrationstipps vorgestellt. Doch gerade in Zeiten vom „Home Office“ ist es nicht immer leicht sich zu konzentrieren. Deshalb möchte ich dir hier noch ein paar weitere Tipps an die Hand geben:

Pflanz dich woanders hin

Der Automatismus ist der Feind der Achtsamkeit. Sicher kennst du das, du liest einen Text, deine Augen folgen brav den Buchstaben und plötzlich merkst du, dass du über das letzte Gespräch mit deiner Freundin nachgedacht hast. Manchmal kann das von purer Langeweile kommen. Um Achtsam zu sein kann man einfach etwas ändern. Doch zugegeben, wenn du mit der anderen als deiner Schreibhand schreibst, wirst du sicher konzentriert mit dieser Aufgabe beschäftigt sein, aber ziemlich lange dafür brauchen. Und die Zeit ist doch der Feind jedes Studenten!

Was dir aber helfen könnte, ist dir mal einen anderen Lernplatz zu suchen. Das hat bei mir persönlich immer richtig gut funktioniert. Im Sommer habe ich einen kleinen Tisch ans Fenster gestellt, dieses geöffnet und dort gelernt. Allein die andere Umgebung ließ die Langeweile verfliegen und mich konzentrierter werden.

Lerne nur lieber nicht dort, wo du eigentlich schläfst oder immer etwas spaßiges unternimmst. Das könnte dich nämlich ablenken.

Trainiere „langweiliges“ zu tun

Viele Aktivitäten haben für uns einen gewissen Suchtfaktor. Lernen gehört ja leider nicht dazu. Aber sicher weißt du, dass man schnell einen halben Tag mit „netflixen“ verbringen kann oder mit dem Geist völlig in Instagram abdriftet. Dazu müssen wir uns nicht zwingen. Andere Aktivitäten wie Lernen schütten bei uns kein Glückshormon aus. Ich kann es dir empfehlen dein „Suchtlevel“ in der Freizeit herunterzuschrauben. Wenn du gerade den Luxus hast nach der Klausurenphase einige Wochen frei zu haben. Dann verbringe einige Tage damit weniger fernzusehen und am Handy zu sein, um mehr zu lesen. Am Anfang kann Lesen bei dir wenig Hormone ausschütten. Du bist unkonzentriert und ungeduldig – wie beim Lernen. Doch ein Tag nach dem anderen wird es langsam Spaßiger. Natürlich kannst du anstatt zu lesen auch zeichnen, meditieren oder ähnliches. Jedenfalls etwas, was dir zunächst das Gefühl gibt „Hummeln im A…“ (du weißt schon) zu haben. Du gewöhnst dir irgendwann an, entspanntere Aktivitäten zu genießen.

Als ich damals in meiner Pause alle zwei Tage ein ganzen Roman durchgelesen habe (am Anfang musste ich mich zwingen, dann war es pure Freude), war ich beim Lernstart hochkonzentriert. Ach ja, an mein Handy denke ich gar nicht mehr beim Lernen 😉

Schreib deinen Sorgenkopf leer

Da ich diesen Tipp aus meinem anderen Beitrag fast am allerwichtigsten finde, möchte ich ihn hier wiederholen:

Ich habe neben mir immer eine To-Do-Liste liegen. Manchmal schwirren mir tausend Gedanken im Kopf herum. Dann blinkt plötzlich eine Push-Up-Benachrichtigung in meinen Kopf auf und ich denke „Ich muss noch…“. Bevor ich dann unruhig auf meinem Stuhl sitze, schreibe ich mir auf meinen Block auf, was mir durch den Kopf schwirrt. So entsteht eine kleine To-Do-Liste, die ich nach dem Lernen oder in der Pause abhacken kann. Nichts ist so wichtig, dass man es nicht 50 Minuten später machen kann. Meistens sind das so banale Dinge wie „Freundin antworten“, „Idee für Blogbeitrag“, „Rezepte googeln“. Aber vielleicht kennst du es, hat man eine Idee plötzlich im Kopf, möchte man sie sofort umsetzen! Schließlich ist das in diesem Moment einfacher, als zu lernen. Gewöhne dich also an, alles aufzuschreiben und diese Liste später zu erledigen. So machst du dir auch keine Sorgen, dass du deine Blitzideen vergisst.

Weg mit den Problemen!

Wenn das nicht reicht, dann hast du vielleicht eine etwas größere Sorge im Kopf. Manchmal streitet man sich mit dem Partner oder mit der guten Freundin und kann sich einfach nicht beim Lernen konzentrieren. Da wird auch nicht viel helfen, außer: setz dich mit deinem Problem auseinander! Beseitige das Problem. Wenn das nicht geht, dann brauchst du vielleicht einfach nur etwas Ruhe, wenn du z.B. von einer anderen Person verletzt wurdest. Gönn dir also einen Tag an dem du deinen Emotionen freien Lauf lässt und diese verarbeitest. Vielleicht hast du im ersten Moment ein schlechtes Gewissen, aber du wirst definitiv weniger Zeit verlieren, wenn du dir einen Tag Zeit für dich nimmst und nicht lernst, als wenn du eine Woche unkonzentriert am Schreibtisch sitzt. Außerdem ist es viel gesünder sich mit den Gefühlen auseinanderzusetzen, als sie herunterzuschlucken!

Den Sorgenstrom wegtrainierten

Kennst du das? Man steht kurz vor der Prüfung und anstatt zu lernen, macht man sich zahlreiche Sorgen, dass die Klausur schiefgehen wird. Plötzlich ist man blockiert und kann sich nicht konzentrieren. Gerade in der Klausurenphase solltest du deshalb nicht auf Sport verzichten. Denn Sport baut Stress ab. Bist du also beim Lernen unruhig, kannst du auch einfach in deiner 5 oder 10 Minutenpause einfach einen gute-Laune-Song anmachen und richtig abtanzen. Einfach den ganzen Frust abschütteln!

Plane deine Lerneinheiten

Manchmal ist man auch einfach unkonzentriert, weil man einfach keine Ahnung hat was man tun soll! Vor dir liegt ein Berg an Prüfungsmaterial und den arbeitest du halt durch. Irgendwie fühlt es sich chaotisch und nicht richtig an. Plane also lieber deine Lerneinheiten durch. Lernst im „50 Min + 10 Minuten Pause“-Rhythmus, kannst du z.B. in den ersten 50 Minuten das Kapitel XY durcharbeiten. Wenn du es schaffst dir deinen Lerntag genau einzuplanen z.B. 30 Seiten an einem Tag durcharbeiten und dir einen Puffertag einplanst, wirst du wahrscheinlich motivierter sein, den Stoff an dem Tag zu schaffen, um den Puffertag nicht zu gefährden. Du musst natürlich herausfinden was für dich funktioniert. Aber meistens fällt es einem leichter konzentriert zu sein, wenn man weiß was man in welcher Zeit schaffen muss.

Ätherische Öle & Düfte

Ich lerne immer wieder mit ätherischen Ölen. Das kann zum einen Abwechslung an den Schreibtisch bringen und wirkt beim mir zum anderen tatsächlich konzentrationsfördernd. Rosmarin, Bergamotte, Zitrone, Lavendel und Pfefferminze können dich wacher machen, dich beruhigen, konzentrationsfördernd sein und gegen Erschöpfung wirken.

Eat the Frog

Manchmal sind wir auch einfach unkonzentriert, weil wir keine Lust auf die Aufgabe habe. Wenn du gerade aus dem Bett gestiegen bist, ist deine Willenskraft vermutlich größer, als wenn du schon X unliebsame Aufgaben erledigen musstest. Nach der „eat the frog“-Methode sollst du zuerst die ungemütlichen Aufgaben erledigen. Nutze deine Willenskraft am Morgen dafür! Denn nach 3 Stunden Lernzeit wirst du wahrscheinlich denken: „oh man, jetzt habe ich schon stundenlang gelernt…“. Du wirst alles tun, um dich von dieser Aufgabe abzulenken. Also „eat the frog first!

Aus 15 Minuten werden Stunden

Wenn du dich mal so gar nicht motivieren kannst und deshalb unkonzentriert bist, dann stelle dir einen Timer für 15 Minuten. Sag dir, dass du diese Minuten konzentriert arbeitest und dann eine Pause machst oder sogar aufhörst. Meistens wirst du dann in einen gewissen „Flow“ kommen, sodass du gar nicht mehr aufhörst. Generell solltest du lieber mehr Pausen machen, wenn dein Gehirn abschweift. Dann zieht sich vielleicht dein Lerntag oder du lernst im Schnitt weniger als sonst, aber immerhin lernst du! Denn was bringt es 6 Stunden am Stück am Schreibtisch zu sitzen, aber im Internet zu surfen?


So, dass waren sie, meine Tipps für mehr Konzentration. Einen letzten habe ich noch: setz dich nicht unter Druck! Wir alle haben immer wieder Konzentrations- oder Motivationsprobleme. Das ist menschlich.

Deine Meinungsstreiterin ❤

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