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Entgegner Schweinehund: wie du motiviert bleibst

Manchmal ist der Wille einfach nicht da. Doch wie bekommen wir die heiß ersehnte Motivation zum Lernen?

Kenne den Grund

Erinnere dich daran, wie du dich das letzte Mal gefühlt hast, als du zu spät angefangen hast. Wahrscheinlich warst du enorm unter Druck und hattest unglaublich viel Stress. Bestimmt hast du dir sogar gesagt: „Warum habe ich nicht früher angefangen?“ und beim nächsten Mal hast du erneut den selben Fehler gemacht. Keine Sorge, das geht vielen so, auch mir. Wenn dir das noch einmal passiert, dann bring deinen Ärger zu Papier. Merk dir diesen Frust! Das nächste Mal, wenn du nicht mit dem Lernen anfangen willst, dann kannst du dir das durchlesen. Du kannst dir auch eine „Ich-habe-es-bereut“-Wand machen. Schreibe dir auf was dich daran frustriert hat, als du zu spät angefangen hast. Welche Nachteile hattest du? Wie hast du dich gefühlt? Klebe alles auf ein Plakat oder ein Blatt und hänge es dir an deinen Schreibtisch. Solltet du wieder unmotiviert sein, dann lies es dir wieder durch und erinnere dich an diese Gefühle.

Dein Befinden

Oft unterschätzten wir, welche Auswirkung unser Befinden auf unsere Motivation hat. Wir gönnen uns keinen gesunden Schlaf und „snacken“ schnell etwas fast food, um keine Zeit zu verlieren. Aber, wenn sich dein Körper schlapp fühlt, dann wirst du keine Luftsprünge machen, sobald du den Schreibtisch siehst. Also, schlafe genug, iss gesund und ruhig und halte dich bei Laune. Trotte also nicht durch den Alltag. Wenn du eine Lernpause hast, kannst du deinen Lieblingssong anmachen, dazu singen oder tanzen. Es klingt albern, aber es wird wirken.

Ist dir aufgefallen, dass dir meist ständig „schlechte“ Dinge passieren, wenn du miese Laune hast und negativ denkst? Unsere Gedanken haben einen großen Einfluss auf unser Tun. Wenn du ständig denkst „oh man, wieder Lernen, och ist das langweilig, noch so viele Stunden“, dann wird das auch nichts mit dem Fleißigsein. Ja, manchmal hat man einfach solche Tage und ich kann davon ein Lied singen! Aber versuch dich wirklich selbst bei Laune zu halten. Denke vielmehr sowas: „Ich komme meinem Ziel immer einen Schritt näher, ich schaffe das heute, heute werde ich fleißig sein“. Am Anfang wirst du es vielleicht selbst nicht wirklich glauben und es wird sich albern anfühlen, doch halte durch, es wird sich lohnen!

Die Lernzeit

Nach dem Mittagessen ist meine Motivation deutlich geringer, als davor. Ich weiß, dass ich ein Vormittagslerner bin und dieses Wissen nutze ich. Überlege dir also, wann du gut lernen kannst. Es bringt dir nichts, wenn du den Vormittag verschläfst und abends dich zum Lernen nicht aufraffen kannst, wenn du keine Nachteule bist. Sei hier ehrlich zu dir und setzte dir feste Lernzeiten.

Vorbereitung

Vorbereitung ist alles. Manchmal haben wir einfach zu viel Ablenkung um uns herum, vor allem im home office. Die Wohnung ist unordentlich und wir wollen am Liebsten nur aufräumen. Wie sollen wir also motiviert lernen? Versuche diese Ablenkungen zu beseitigen. Wenn dich z.B. der unordentliche Schreibtisch stört, dann beseitige die Unordnung am Besten gleich nach dem Lernen.

Einfach Anfangen

Fang einfach an! Sag deinem inneren Schweinehund: „gut, dann heute nur 10 Minuten lernen“. Meist ist dann die Hürde überwunden und du längst viel länger. Selbst wenn nicht, wirst du sicher mindestens eine halbe Stunde am Tag gelernt haben und das ist mehr als gar nichts zu machen.

Wenn du gar nicht anfangen kannst, weil dich der Anblick des Lehrbuchs schon völlig fertig macht, dann versuche es mit YouTube-Lernvideos. Gerade zum Jurastudium gibt es tolle Videos (aber Achtung, nicht ablenken lassen…). Es ist dabei auch egal, wenn sie für Erstsemester sind, obwohl du im sechsten Semester bist. Es geht einfach darum dir den Einstieg in den Lernalltag zu erleichtern.

Kleine Häppchen

Manchmal lernen wir einfach drauf los. Oft haben wir nur ein Ziel: heute X Stunden schaffen. Dann sitzen wir an unserem Schreibtisch und die Minuten wollen einfach nicht vergehen. Wie soll man da denn motiviert sein? Ich persönlich denke dann selbst immer nur: „Puh… erst eine Stunde gelernt, ich habe noch vier vor mir…“. Nicht gerade motivierend.

Teile deine Aufgaben in kleine Häppchen. Du könntest dir auch eine Checkliste dazu erstellen. Sobald du ein Häppchen geschafft hast, kannst du dich freuen und es abhaken. Dadurch bekommst du einen kleinen Erfolgsmoment und wirst motivierter.

Langeweile

Jetzt mal ehrlich, ständig Texte zu lesen ist super langweilig, oder? Da brauchen wir uns nicht anlügen. Manchmal langweilen wir uns einfach zu sehr am Schreibtisch. Versuch also Abwechslung in deinen Alltag zu bekommen. Lerne mal z.B. im Wohnzimmer (soweit dich dann der Fernseher nicht ablenkt), mach dir interessante (gesunde und bunte) Snacks, wechsle deine Lernmethoden und Lernfächer. In der Examensvorbereitung tat es mir enorm gut, dass ich zwischen den Rechtsgebieten Tag für Tag gewechselt habe. Das hat Spannung in die Woche gebracht. Arbeite mit bunten Stiften. Bring einfach Farbe und Freude an den Schreitisch. Du kannst auch einfach mal enorm albern beim Lernen sein, indem du z.B. einen Meinungsstreit als Theaterstück dir selbst aufführst. Du hast es dir verdient auch mal Spaß beim Lernen zu haben! Gönn sie dir immer wieder.

Visualisiere deine Ziele

Stelle dir dein Ziel, z.B. das Bestehen der Klausur, vor. Wie wirst du dich fühlen? Wie wirst du reagieren? Visualisiere diesen Gedanken richtig spektakulär! Versuch dich richtig jubelnd und schreiend vor Augen zu sehen, wie sich all deine Freunde für dich freuen und dir gratulieren, wie du auf einer Treppe hinaufsteigst, weil du deinem Ziel etwas näher gekommen bist.

Lernen ist langweilig für unser Gehirn, anders als Fernsehen oder social media. Wir haben einfach keine Belohnung, die sofort eintritt. Deshalb musst du es für dein Gehirn schmackhaft gestalten.

Ansehen, was dich motiviert

Ganz ehrlich, wir alle sitzen irgendwann im Verlauf des Tages vor dem Laptop oder Fernseher. Warum also das nicht nutzen? Sieh dir Serien an, die dich für dein Studium motivieren. Vielleicht motiviert dich „Suits“ für dein Jurastudium oder „Grey’s Anatomy“ für dein Medizinstudium. Sieh dir YouTube-Videos von anderen Studenten an oder von deinem Traumberuf. Wenn du Fan von einem fiktiven Charakter oder einer realen Person bist, kannst du dir auch immer sagen „würde das (Motivationsloch) XY in die Knie zwingen? Nein!“.

Gönne dir täglich etwas Schönes

Gönne dir jeden Tag etwas, was dir gut tut. Die Betonung liegt auf gut tut. Wenn du dich selbst dafür hasst wie ein nasser Sack Stunden vor dem Fernseher zu liegen, dann solltest du das lieber lassen. Überlege dir, was dir eine Freude bereitet. Nach dem Lernen solltest du dir immer etwas gönnen. Wie sollst du denn motiviert sein, wenn du selbst immer nur denkst „ich habe gar kein echtes Leben“. Hör auf zu Jammern und handle! Du möchtest deinen Zielen näher kommen, also möchtest du täglich am Schreibtisch sitzen und lernen. Deshalb ist die einzige Option den Rest zu optimieren. Gestalte deine Freizeit klug!

Gemeinsam Lernen

Umgib dich mit motivierten Menschen und lerne in Gruppen. Natürlich ist das momentan etwas schwierig. Aber ein Lernen über Videokonferenz ist möglich. Achte aber natürlich darauf, dass ihr dann kein Plauderstündchen haltet!

Visualisiere vor dem Schlafengehen

Versuche im Bett vor dem Einschlafen dir den perfekten nächsten Tag vorzustellen. Gehe hier echt ins Detail! Stell dir den duftenden Kaffee am Morgen vor, was du dir anziehst, wie du dich motiviert an den Schreibtisch setzt, wie du motiviert und glücklich lernst und deinen produktiven Tag beendest. Bei mir hat diese Technik funktioniert, als ich mir angewöhnt habe täglich um 6 Uhr morgens aufzustehen.

Deine Flasche voller Willenskraft

Ist dir schon mal aufgefallen, dass du abends meist auf gar nichts mehr Lust hast, wenn du den ganzen Tag Entscheidungen getroffen, Dinge erledigt hast und dich zu irgendwas überwinden musstest? Das liegt daran, dass wir eine gewisse Portion an Willenskraft pro Tag haben. Du kannst dir das wie eine Wasserflasche vorstellen. Immer wenn du dich zu etwas überwinden musst, trinkst du einen Schluck. Am Ende ist nichts mehr übrig. So funktioniert das mit der Willenskraft. Musst du dich zum Aufstehen zwingen, ist schon ein großer Schluck weg. Achte also darauf, dass du am Tag nicht zu viel Willenskraft benötigst. Du musst nicht X Aufgaben an einem Tag erfüllen. Teile alles auf, damit dir genug Kraft bleibt, um dich zum Lernen zu motivieren.


Und das waren sie auch schon, meine Tipps. Ich hoffe, ich konnte dich inspirieren deine Motivation aufzuladen. Aber vergiss nicht, wir sind alle nur Menschen. Es ist okay, dass wir Lernen nicht als das Coolste auf der Welt empfinden.

Deine Meinungsstreiterin

2 Gedanken zu „Entgegner Schweinehund: wie du motiviert bleibst“

  1. Liebe Jenni, vielen vielen Dank für deine Tipps! Die kann ich gerade wirklich gut gebrauchen. Mir fehlt es nämlich zur Zeit soo an Motivation zum Lernen. Dadurch dass alles nur online ist, man dadurch vieles aufschieben konnte, und jetzt wo das Wetter endlich so sommerlich ist… Aber ich muss mich jetzt echt zusammenreißen, weil bald sind meine Klausuren. Deine Ratschläge sind wirklich gut, die werde ich mir zu Herzen nehmen! Mir hilfts auch immer wenn ich zusätzlich motivierende Musik an mach (da habe ich gute Motivationslieder gefunden, vielleicht helfen sie dir ja auch und ich kann quasi was an dich zurückgeben: https://www.bigkarriere.de/ratgeber/arbeitswelt/musik-fur-mehr-motivation ) und dann wird das schon. Im Sommer kann man ja dann noch genug chillen 😉
    Danke für den Motivationskick 🙂
    LG Victoria

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    1. Hallo Victoria,
      danke für deinen Kommentar! Das kann ich gut nachvollziehen. Das gute Wetter macht es nicht immer leicht. Aber wir sitzen alle im selben Boot, das muss man sich bewusst machen 🙂 wir schaffen das! Und, dass man ab und zu Motivationsprobleme hat ist schließlich normal. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Lernen und bei deinen Klausuren! Danke für die Musikinspiration 🙂
      LG Jenni

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