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Achtsamer „slow living“ inspirierter Lerntag #selbstexperiment #1

Manchmal hetzt man von einer Aufgabe zur anderen, die Freizeit ist ebenfalls voller strukturierter Termine und plötzlich hat man das Gefühl das Leben rauscht an einem vorbei.

Viele Minimalisten praktizieren das „slow living“. Kurz gesagt wird der Alltag entschleunigt und es wird achtsamer gelebt.

Ich möchte herausfinden was das „slow living“ mit meiner Lernmotivation, meinem Durchhaltevermögen und Konzentration macht. Gerade zu Zeiten einer Pandemie sollten wir das Beste aus der Krise machen. Und was ist nun das Beste daran? Wir sind gezwungen uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Gerade Studenten sind dabei ständig im „home office“. Ich persönlich habe mir dadurch auch Freizeitstress aufgebürgt. Was heißt das? Ich lernte meine Stunden und dann putzte und mistete ich aus oder versuchte mein social media auf Vordermann zu bringen oder konsumierte etliche YouTube-Videos in mich hinein (auch wenn sie für sich genommen einen Mehrwert hatten). In meinem Kopf war ein ständiges Müssen. „Du musst auch in deiner Freizeit produktiv sein“ – so ungefähr. Für sich genommen ist das ja auch nichts schlechtes. Ich persönlich plane gerne meine Hobbys, da ich viele davon habe. Allerdings sollte man sich auch mal Zeit für sein Innenleben geben. Denn im Endeffekt kann man auch durchs konzentrierte Putzen sich von den eigenen Gefühlen und Gedanken ablenken.

Was möchte ich in meinen Alltag integrieren?

Ein bis zwei Stunden Ruhe am Morgen

Jetzt zu Lockdown-Zeiten hat man den Luxus nicht aus dem Haus zu müssen (oder zu dürfen). Mein Weg zur Uni betrug immer ca. 30 Minuten. Das ist durchaus akzeptabel und eigentlich ein Luxus. Allerdings sind es dennoch ca. 40 Minuten (wenn man die Wartezeit für die Straßenbahn dazu zählt) die vom Morgen abgezogen werden müssen. Dazu kann natürlich auch das Styling kommen, das eventuell nun wegfällt (wobei ich glaube, dass das bei mir nicht viel ausgemacht hat). Dennoch könnte man grob veranschlagen, dass es nun 50 Minuten mehr Zeit am Morgen gibt. Also nutze ich diese, um mir einen langen ruhigen Morgen zu gönnen.

Eine Stunde ist bei mir definitiv immer drin, wenn ich regelmäßig um 6 Uhr aufstehe, sind es sogar zwei Stunden. Manchmal mache ich den Fehler mich dann um 7 Uhr an den Schreibtisch zu setzen, um es „schnell rum“ zu haben. Doch der Sinn von Achtsamkeit und „slow living“ ist nicht etwas schnell hinter sich zu bringen. Also vermeide ich diesen Fehler.

Wichtig ist, dass ich in diesen ein bis zwei Stunden mein Morgenritual praktiziere. Kurz und knapp gehört dazu:

  • Handy ausgeschaltet lassen (kein Instagram, kein WhatsApp)
  • bewusst ohne Ablenkungen Essen & den Kaffee genießen
  • aus dem Fenster sehen & die Schönheit der Natur genießen (evtl. im Sommer Spaziergang)
  • Mediation (aber dazu unten mehr)
  • Tag planen

Meditation

Vor meiner mündlichen Prüfung packte mich eine total schreckliche Prüfungsangst. Ich wusste nicht genau wie ich das anpacken soll, vor allem, weil ich – aufgrund meines Nachnamens – einen ganzen Monat auf den Prüfungstermin warten musste. Dann versuchte ich es mit Meditation. Täglich fünf bis zehn Minuten mit einer entsprechenden App. Ich wurde sofort ruhiger! Ich habe es also am eigenen Leib erfahren wie viel Meditation eigentlich bringen kann. Wie typisch für uns Menschen, habe ich diese gute Gewohnheit natürlich aufgegeben, sobald ich wieder weniger Stress hatte. Jetzt möchte ich das ändern, da ich die positiven Effekte der Meditation langfristig in meinem Leben haben möchte. Anscheinend sollen laut einer wissenschaftlichen Studie bereits nach 8 Wochen Veränderungen im Gehirn entstehen (Info: wurde in der Netflix Headspace-Reihe erwähnt, habe die Quelle also nicht selbst überprüft). Deshalb habe ich mir eine 8-Wochen-Challenge gesetzt, um mir das meditieren anzugewöhnen. Manchmal ist es dennoch unglaublich wie inkonsequent man ist, obwohl man höchstens zehn Minuten für eine solche Übung am Tag einplanen muss!

Nachmittags kein social media

Das wohl schwierigste für mich: kein social media am Nachmittag. Warum möchte ich das überhaupt? Ich selbst habe gemerkt, dass mein Stresspegel enorm gestiegen ist, seit ich wieder sehr aktiv auf Instagram bin. Ich bin gerne dort kreativ und arbeite an meinem studygram. Allerdings hat das offensichtlich negative Auswirkungen auf mich. Aber es reicht doch auch, wenn man den Vormittag postet, reinschnuppert und Videos/Bilder erstellt. Ich möchte einfach nicht 24/7 auf Autopilot sein, sondern auch den Alltag genießen und nicht den Kopf nur ins Handy stecken. Also werde ich nun versuchen mir das anzugewöhnen (habe ich übrigens erst gestern wieder nicht geschafft).

Auf den Körper hören

Ja, gut. Das ist wohl auch ein schwieriger Aspekt – auf den Körper hören, anstatt Kaffee in sich zu pumpen, damit man die nächste Stunde Lernen noch durchhält. Manchmal ist man zu verbissen seine Anzahl an Lernstunden pro Tag zu schaffen. Wenn der Körper aber Ruhe verlangt, wird er sich diese irgendwann mit Zwang holen (und krank zu sein bringt einen schließlich doch mehr in Verzug).

Ruhig und mit Freude lernen

Manchmal stresse ich mich beim Lernen zu sehr. Ich möchte versuchen einen klaren Kopf zu bekommen, wenn ich merke, dass meine Gedanken abschweifen (z.B. eine Minute Minimeditation), mich dehnen, wenn mein Rücken schmerzt und einfach mich mehr auf das Interesse am Fach zu konzentrieren, anstatt auf die angsteinflößende bevorstehende Klausur. Also irgendwie mehr Freunde, statt Druck oder Langeweile zu empfinden. Zugegeben, ich habe das Geheimrezept noch nicht gefunden und werde einfach erstmal „irgendwas“ probieren! Zuerst mit der Kraft positiver Gedanken wahrscheinlich.

Selbstvorwürfe wahrnehmen

Zum positiven Denken gehört auch das Wahrnehmen von Selbstvorwürfen. Vielleicht kennst du das, du sitzt am Schreibtisch und denkst plötzlich: „ach, ich kapier mal wieder gar nichts! Ich bin so dumm“, „jetzt war ich schon wieder gar nicht konzentriert!“, „ich hätte einige Stunden mehr machen können“. Ich möchte versuchen Selbstvorwürfe zu erkennen. Die meisten in meinem Geist haben keinen Nutzen. Anders als der Gedanke „jetzt habe ich mich ständig mit dem Handy abgelenkt“, der einen vielleicht noch dazu bewegt nächstes Mal das Handy wegzulegen. Viele Selbstvorwürfen ziehen einen nämlich nur runter, bieten also keinen Mehrwert. Die Motivation sinkt und sinkt und sinkt. Daran möchte ich arbeiten, um mehr Motivation und dadurch mehr Konzentration zu bekommen.


Mal sehen wohin mich die Reise hinführt und wie schwer es wird alles umzusetzen. Vielleicht kann ich dich ja sogar inspirieren mitzumachen.

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