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social media detox oder Ende? | Ich deaktiviere meinen Instagram-account

An alle, die mir auf Instagram folgen, die Info: ich deaktiviere meinen Account. D.h. dass er vorübergehend nicht existiert. Noch weiß ich nicht, ob ich zu Instagram zurückgehe – wahrscheinlich schon – aber objektiv gesehen sprechen einfach viele Gründe für mich dagegen.

So am Rande dieser Info interessieren dich vielleicht meine Beweggründe. Zum einen: allein die Tatsache, dass ich meine Beweggründe schildere 😀 irgendwie verrückt. Als wäre das irgendetwas wichtiges. Für mich gibt es eigentlich zwei Gründe, warum man etwas machen sollte:

  1. Es bringt einem einen Mehrwert z.B. weil es Freude macht
  2. Es bringt dich zu einem Ziel, der für dich einen Mehrwert hat z.B. weil „Influencer“ ein Beruf wäre, der dein Leben bereichern würde

Für mich kam Nr. 2 nie in Frage. Ich denke schon, dass man mit harter Arbeit auf Instagram & Co. tatsächlich erfolgreicher „Influencer“ werden kann, d.h. damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Ich finde den Beruf für mich aber unglaublich abstoßen, was mich mein Hobby social media selbst gelehrt hat 😀 Content posten zu müssen finde ich persönlich furchtbar, immer online zu sein oder sonst was.

Dass ich mit studygram angefangen habe, hatte mal viele Gründe:

  • für mich selbst zur Motivation. Mittlerweile gar nicht. Ich brauche Instagram nicht, um mich an den Schreibtisch zu setzen. Das war irgendwann mitten im Studium mal so. Jetzt nicht mehr.
  • Informationsaustausch. Leider muss ich hier offen beichten, dass ich den Content von gar keinem Account auf Instagram Aufmerksamkeit schenke, selbst wenn ich sie abonniert habe. Das war früher mal anders. Jetzt ist mir einfach meine Freizeit wertvoller als durch Instagram zu scrollen. Themen zum Studium und Referendariat recherchiere ich im Internet (z.B. Blogs). Aber am Meisten tausche ich mich einfach vor Ort mit Mitmenschen aus.
  • Anderen Helfen. Ich freue mich natürlich sehr, wenn ich anderen helfen kann und auch super liebe Nachrichten bekomme, dass mein Content helfen konnte und motivierend war. Ich muss aber zugeben, dass dieser Dank nicht mehr so nachhallt wie früher. Wahrscheinlich, weil ich weiß was ich opfere. Für Instagram geht tatsächlich mehr Freizeit drauf als man denkt. Und auch das Knipsen während des Lernens ist – mal ganz ehrlich – total unnötig! Schließlich sollte ich lieber konzentriert lernen, selbst wenn es nur 5 Minuten dauert. Anderen zu helfen war schon immer ein sehr wichtiger Punkt für mich im Leben. Aber tatsächlich kommt das nicht mehr so bei mir an wie früher und überwindet nicht die Lasten von social media.
  • Kreativität. Ich war schon immer ein extrem kreativer Mensch. Bevor es tiktok gab, habe ich schon tiktok-Videos gemacht, um meine Freunde zum Lachen zu bringen (nein, tiktok hab ich nicht). Fotos habe ich schon immer so bearbeitet, dass ich auf einem Drachen ritt oder ein Plumbob von dieSims über mir schwebte. War klar, dass Instagram die perfekte App für mich ist. Doch mittlerweile heißt mein studygram-account nur Foto schießen, Filter drauf. Ich habe tatsächlich versuch mit reels und außergewöhnlichen Fotos mehr Kreativität für mich rauszuholen. Aber das hat nicht so viel Freude gemacht wie ich erhofft habe. Also ein Hobby ist es also nicht mehr, denn diese sollten schließlich Spaß bereiten.

Instagram nutze ich privat überhaupt nicht und vermisse es auch nicht. Ich schau tatsächlich nur bei zwei Accounts regelmäßig hinein – einmal Thema Minimalismus und einmal Thema dieSims. Sonst poste ich nur und lege es beiseite. Jedes Mal, wenn ich eine Instagram-Pause gemacht habe, ging es mir besser bzw. vermisste ich es überhaupt nicht. Ich bin wohl einfach gerne unabhängig von meinem Handy. Ich genieße gerne die kleinen Augenblicke im Alltag ohne online zu sein. Kontakt zu anderen wichtigen Menschen habe ich über WhatsApp, Instagram brauche ich dafür nicht.

Und allein die Tatsache, dass ich jetzt so lange über dieses Thema in meiner raren Freizeit geschrieben habe, sollte doch Anlass genug sein, um einen Schlussstrich zu ziehen. Sollten wir – vor allem im Bereich Hobbys – nicht etwas in erster Linie für uns machen? Um Freude daran zu haben, damit es unser Leben bereichert? Meins bereichert es jedenfalls nicht. Aber wieso fällt es uns in solchen Dingen doch so schwer loszulassen?

Meinen Blog mag ich tatsächlich lieber, weil er auch einfach mehr in die Tiefe geht und auf mir keinen Druck verübt. Aber weißt du was ironisch ist? Ich beschäftige mich mit ihm weniger als mit meinem studygram. Ob das daran liegt, dass er weniger Dopamin ausschüttet als erwiesenermaßen likes & views auf Instagram es tun?

Vielleicht wird die Zeit mir auch gut tun, um zu reflektieren was genau mir Freude auf Instagram bringen würde. Dann würde ich zurückkehren und das umsetzen. Es kann sein, dass wir einfach alle ab und zu einen detox brauchen, um wieder auf die richtige Bahn zu kommen.

Ich freue mich auf eine Zeit ohne Instagram 🙂

2 Gedanken zu „social media detox oder Ende? | Ich deaktiviere meinen Instagram-account“

  1. Schade, dass du von Instagram weg bist, aber ich verstehe dich durchaus. Den Blog wirst du aber weiterhin führen? Ich bin hier die gleiche Juralady wie auf Instagram. Aber auch ich werde mit dem Blog mehr anfangen können als auf Instagram.

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