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Zeitmanagement: optimieren & reparieren

Kennst du das? Du hetzt durch den Alltag, paukst mehrere Stunden und fragst dich, wann du denn die Zeit zum Aufräumen finden sollst oder du kannst – gerade zu home office Zeiten – nicht an den Schreibtisch, bevor die Wohnung blitz blank ist. Aber dann kamst du wieder nicht zum Lernen.

Ich möchte dir einige Anregungen mit an die Hand geben, um dein Zeitmanagement im Alltag selbstständig optimieren zu können. Oft wissen wir nämlich nicht einmal was falsch läuft.

Aber Achtung! Dein Alltag muss nicht 24/7 mit Produktivität und Planung gefüllt sein. Sei nicht zu streng zu dir und befrei dich vom schlechten Gewissen, wenn du „faul“ auf der Couch sitzt (dazu später mehr).

Routine

Zunächst einmal solltest du eine Routine haben. Damit meine ich, dass du nicht heute um sieben Uhr am Schreibtisch sitzt, am nächsten Tag um elf Uhr. Natürlich ist es völlig normal, dass wir unseren Alltag an bestimmte Situationen anpassen müssen, z.B. Arzttermine und Freundetreffen. Überwiegend solltest du darauf achten, dass du dir eine bestimmte „Zubettgeh-“ und „Aufstehzeit“ einplanst. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und das hören wir immer, ignorieren es dennoch.

Am Besten weißt du auch ganz genau wann du am Schreibtisch sitzen möchtest und wie lang du (ungefähr) täglich lernen willst. Wenn du diese Zeiten fix einplanst, dann weißt du genau, wie viel Freizeit du übrig hast.

Planung am Morgen

Ich persönlich mag es, wenn der Morgen super langsam ist. Ich nehme mir immer ungefähr zwei Stunden Zeit, bevor ich mich an den Schreibtisch setze. Aber diese Zeit möchte ich zum Genießen meines Frühstücks nutzen und nicht in der Küche vor dem Kühlschrank mit mehreren Fragezeichen im Kopf. Wenn du viel Zeit am Morgen damit verplemperst nachzudenken, was du eigentlich essen möchtest. Dann kannst du dir einfach entweder eine kleine Liste schreiben, was du gerne morgens isst: Toast mit …; Müsli…; etc. Ein Blick auf die Liste und entscheide! Ich persönlich mache mir oft am Sonntag einen Aufstrich aus Gemüse, auf das ich gerade richtig Lust habe. Diesen verbrauche ich dann die nächste Woche am Morgen. Wenn ich auf etwas anderes Lust habe, greife ich zu meinem Lieblingsmüsli. Am Besten hast du die Wahl zwischen einem eher herzhaft schmeckenden und einem süß schmeckendem Frühstück – je nach deiner Stimmung. Natürlich wird das bei den Wenigsten super viel Zeit aus dem Tag rausschlagen, aber man sollte den Tag nicht unbedingt verwirrt und planlos starten.

Deine Prioritäten

Was sind deine Prioritäten außerhalb vom Lernen? Stresst es dich, wenn immer alles herumliegt? Dann ist eine deiner Prioritäten täglich aufzuräumen. Zudem sollte es dir wichtig sein, dass es deinem Körper gut geht. Also ist oben auf der Liste der tägliche Sport und das gesunde Essen. Jetzt denkst du vielleicht, dass du doch überhaupt keine Zeit für sowas hast. Aber nehmen wir nur zwanzig Minuten am Tag für Sport und Aufräumen. Du kannst direkt 10 Minuten nach dem Lernen Yoga machen, um alles Gestauchte beim Sitzen wieder auseinander zu dehnen (dein Körper wird dir danken!). Und aufräumen kannst du direkt 10 Minuten lang nach dem Frühstück oder (mein Favorit) 10 Minuten bevor du den Fernseher oder den Computer einschaltest. Und bevor du wieder in ein „Mimimi“ verfällst – 10 Minuten sind besser als 0 Minuten! Und 0 Minuten bekommt man schnell hin, wenn man sich zu viel vornimmt und dann frustriert auf die Uhr sieht.

Plane immer viel Zeit zum Kochen und Essen ein. Ich weiß, manchmal möchte man seine Mittagspause sehr kurz gestalten, um schnell wieder am Schreibtisch zu sitzen. Doch Essen ist gleich Energie. Und du brauchst sie für dein Gehirn! Gönn deinem Körper also nur gutes, denn er leistet – gerade in der Klausurenphase/Examensvorbereitung – so viel für dich!

Deine Freizeit sinnvoll nutzen

Viele von uns legen sich nach dem Lernen auf das Sofa und „netflixen“. Das ist auch völlig in Ordnung, wenn dein Körper nach Ruhe verlangt. Aber manchmal faulenzen wir, obwohl unser Geist etwas anderes möchte. Bestimmt kennst du das, dass du nach dem Fernsehen einfach miese Laune bekommst, weil du dir selbst Vorwürfe machst. Wenn also dein Körper erschöpft ist, dann gönn dir bewusst eine Folge nach der anderen. Solltest du aber nur faul sein und ein schlechtes Gewissen haben, dann schreib dir eine Liste mit Dingen, die dir tatsächlich gut tun. Zum Beispiel: entspanntes Bad mit einem Buch, Zeichnen, Tanzen, Spaziergang machen, usw.

Puffertag

Ich sage es immer wieder und es ist so wichtig: plane dir einen Puffertag ein! Wenn man nicht gerade neben einer Examensvorbereitung ins Rep geht & auch noch arbeiten muss, dann hast du wahrscheinlich Zeit für einen Puffertag in der Woche. Sei hier ehrlich zu dir, nur du weißt, ob du dir einen solchen Tag leisten kannst. Den Puffertag kannst du nutzen, um alles zu beseitigen, was dich stört und in deinem Alltag keinen richtigen Platz findet. Reicht dir also das 10-Minuten-Aufräumen nicht, dann räumst du an deinem Puffertag richtig gründlich auf. Wenn du ein Ordnungsfreak bist, wird dich das wahrscheinlich dazu motivieren, deinen Stoff in den Tagen hinzubekommen, um deinen Puffertag nicht mit Lernen verbringen zu müssen. Wirst du allerdings mal krank, brauchst du nicht gleich in Panik zu verfallen.

Brainstorming

Meine Tipps sind schön und gut, aber ich kenne dich nicht. Also ist es wichtig, dass du die richtige Technik hast, um deinen Alltag für dich zu optimieren.

Zeichne dir auf einem Blatt Papier zwei Spalten. In die linke Spalte schreibst du alles nieder, was dich an deinem Alltag stört. Rechts schreibst du auf, wie du dieses Problem lösen kannst:

Wohnung ist dreckig & keine Zeit zum Aufräumenin den Lernpausen aufräumen, Handy in der Pause ausschalten
Keine Zeit für Hobbysnur einmal in der Woche Serie schauen
immer übermüdetfrüher schlafen gehen
Beispiel

Feile an deinem Alltag und vergiss nicht, er muss nicht perfekt sein! Auch chaotische Wochen sind völlig normal. Doch wir wollen dem „Mimimi“-Monster in uns keine Chance geben. Wir packen unsere Probleme an und lösen sie! Viel Spaß dabei 🙂

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